Auch wenn es keine allgemein anerkannten Parameter gibt, lassen sich Fliesen anhand ihrer Abmessungen wie folgt einteilen:
Dabei handelt es sich um Fliesen mit Abmessungen unter 30x30 cm, einschließlich Mosaiken und keramischen Riemchen. Kleine Keramikformate bieten häufig eine große Vielfalt an Farben, Dekoren und Oberflächen und eignen sich für zahlreiche Bereiche, insbesondere als Wandverkleidung.
Bis vor etwa zwanzig Jahren galt das Format 60x60 cm noch als Größenlimit, das es zu überschreiten galt. Heute wird es eher als kleines bis mittleres Format angesehen, sodass viele Hersteller es gar nicht mehr im Sortiment führen und stattdessen 75x75 cm oder 80x80 cm bevorzugen. Unter den mittleren Formaten bleibt hingegen 30x60 cm weiterhin verbreitet, vor allem wegen seiner Vielseitigkeit als Wandverkleidung.
Großformate sind heute besonders gefragt, und das aus mehreren Gründen. Zum einen reduzieren sie die Anzahl der Fugen und sorgen dadurch für ein ruhigeres und durchgängigeres Gesamtbild. Zum anderen bringen sie grafische Muster und Farbtöne besonders wirkungsvoll zur Geltung. Trotz ihrer teilweise beeindruckenden Abmessungen zeichnen sie sich außerdem durch eine ausgezeichnete Ebenheit aus.
Laminiertes Feinsteinzeug ist das Ergebnis eines neuen Produktionsverfahrens, das vor rund zwanzig Jahren entwickelt wurde. Es wird in so großflächigen Platten hergestellt, dass es sogar über das klassische Konzept eines festen Formats hinausgeht, da bei der Produktion keine Formen verwendet werden. Aus den ursprünglichen Formaten 100x300 cm und 120x278 cm lassen sich problemlos zahlreiche kleinere Formate zuschneiden. Die großformatigen Platten können gleichermaßen als Boden- oder Wandbelag eingesetzt werden. Vertikal verlegt deckt das maximale Format die durchschnittliche Raumhöhe eines Wohngeschosses vollständig ab. Darüber hinaus eignen sich die Platten selbstverständlich auch für die Außenhülle ganzer Gebäude sowie für die Verkleidung von Arbeitsplatten und Möbeln.
Um das richtige Fliesenformat zu wählen, sollte man sich zunächst eine grundlegende Frage stellen: Wie groß ist die Fläche, die gefliest werden soll? Sobald diese entscheidende Frage geklärt ist, ergeben sich natürlich weitere. Sehen wir uns die wichtigsten gemeinsam an.
Was auf den ersten Blick nur wie eine Frage des persönlichen Geschmacks wirkt, hängt teilweise auch von den Eigenschaften der zu verkleidenden Fläche und vom gewählten Fliesenlook ab. Bei der Wahl des richtigen Formats sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Lange und schmale Räume kommen mit rechteckigen Formaten besonders gut zur Geltung, während großzügige und luftige Räume ihre Weite zusätzlich betonen, wenn am Boden quadratische Formate verlegt werden. An der Wand muss diese allgemeine Regel zwar an die Raumhöhe und die Größe der zu verkleidenden Fläche angepasst werden, grundsätzlich bleibt sie jedoch bestehen. Natürlich kann man sie auch bewusst durchbrechen, um besondere Effekte zu erzielen, etwa bei einem Badezimmer mit halbhoher Wandverkleidung. Endet die Verkleidung beispielsweise bei 120 cm über dem Boden, empfiehlt es sich, keramische Dielen in Holzoptik oder Fliesen im Format 60x120 cm vertikal zu verlegen. Dadurch wird die Anzahl der Fugen reduziert und Kreuzfugen werden vermieden.
Einige keramische Effekte kommen in rechteckigen Formaten besser zur Geltung, andere in quadratischen, während bei wieder anderen das Format keinen direkten Einfluss auf die Stilwirkung hat. Ein Stein mit parallelen Adern oder eine gerichtete Marmoroptik wie Travertin wird durch ein rechteckiges Format besonders hervorgehoben, unabhängig davon, ob Sie sich für große Fliesen oder kleine Fliesen entscheiden.
Hier sind zwei konkrete Beispiele, um besser zu verstehen, wie sich der jeweilige Stil optimal zur Geltung bringen lässt:
Neben den klassischen Formen finden sich auch modernere oder in den letzten Jahren wiederentdeckte Geometrien wie Sechsecke, Rauten und Chevron-Muster, die sowohl Böden als auch Wänden eine raffinierte und originelle Note verleihen.
Je größer die zu verlegende Fläche ist, desto eher empfiehlt es sich, große Fliesen zu wählen. Größere Formate reduzieren die Anzahl der Fugen und bringen die ästhetische Wirkung des gewählten Looks optimal zur Geltung. Diese visuellen Effekte haben einen erheblichen Einfluss auf das Gesamtdesign des Raums. Besonders deutlich wird dies bei großformatigen dünnen Platten, die die ästhetischen Vorteile großer Formate noch stärker hervorheben.
Kleine Fliesen für das Badezimmer zu wählen, ist durchaus sinnvoll, da dieser Raum in der Regel eher kompakt ist. Kleine Formate können aber auch eine bewusste Designentscheidung sein, etwa bei sechseckigen Fliesen, weitgehend monochromen Effekten oder Looks, die traditionell mit kleineren Formaten umgesetzt wurden. Ein Beispiel dafür ist Terrakotta: In ihrer handwerklich gefertigten Variante überschreitet dieses Material nur selten eine Seitenlänge von 30 cm.
Schließlich gibt es noch ein besonderes Format, das sich für Flächen jeder Größe eignet: das Chevron-Muster. Es bringt ein Gestaltungselement ins Spiel, das zugleich traditionsreich und hochmodern ist. Seine Form kombiniert das grafische Muster mit einem durch die Fugen entstehenden Raster und verleiht dem Boden dadurch Dynamik und Eleganz.
Bestimmte keramische Effekte, wie etwa die Betonoptik, wirken so realistisch, dass man dazu verleitet sein könnte, für den Boden großformatige Fliesen ohne Fugen zu wählen. Doch Vorsicht: Das ist ein Fehler, den man vermeiden sollte. Eine Fuge ist immer notwendig, denn selbst wenn sie auf ein Minimum reduziert wird, kann sie die Mikrobewegungen aufnehmen, die im Laufe der Zeit bei jeder Gebäudestruktur auftreten.
Darüber hinaus reduziert die Fuge den sogenannten Überzahneffekt erheblich, also den minimalen Höhenversatz zwischen zwei Fliesen, der sich gelegentlich an ihren Stoßpunkten bilden kann. Die Ursachen für solche kleinen Unebenheiten können unterschiedlich sein: Sie können vom Untergrund, von der Kleberschicht oder von einer nicht vollkommen ebenen keramischen Oberfläche abhängen. In jedem Fall lassen sie sich deutlich minimieren, zum einen durch die Beauftragung eines erfahrenen Fliesenlegers und zum anderen durch die Berücksichtigung einer Fuge bei der Verlegung. Schon ein Abstand von wenigen Millimetern zwischen den Fliesen reduziert den Höhenunterschied zwischen benachbarten Formaten erheblich, der bei fachgerechter Verlegung ohnehin sehr gering ausfällt.
Alle Formate von Lea Ceramiche sind rektifiziert. Das bedeutet, dass am Ende des Produktionsprozesses alle vier Ecken eines rechteckigen oder quadratischen Formats exakt rechtwinklig sind. Dasselbe gilt für den Übergang zwischen Oberfläche und Kante. Dank der Rektifizierung können die Fliesen bei der Verlegung sehr dicht aneinander gesetzt werden, sodass eine minimale Fugenbreite von 2 oder 3 mm möglich ist, Dehnungsfugen natürlich ausgenommen. Bei derart schmalen Fugen und insbesondere bei großen Formaten oder sogar Platten wird die Anzahl der sichtbaren Verbindungen stark reduziert. Wird zusätzlich ein farblich abgestimmter Fugenmörtel verwendet, entsteht nahezu die Illusion einer durchgehenden Materialfläche.
Lea Ceramiche ist für seine ausgeprägte Designorientierung bekannt, die sich häufig in großformatigen Fliesen oder sogar in Platten aus laminiertem Feinsteinzeug Slimtech ausdrückt, einer Technologie, zu der Sie hier einen Überblick finden. Im Katalog der Marke gibt es jedoch auch ein perfektes Beispiel für ein Kleinformat, und zwar in der Serie Pigmenti: Die 12 von Ferruccio Laviani entwickelten Farben sind nämlich auch in einem Ziegelformat von 8,2x24,9 cm erhältlich, ergänzt durch ein doppelt so langes Riemchen im Format 8,2x50 cm.
Und dann gibt es natürlich auch die Großformate:
Wenn Sie nach der Lektüre dieses kurzen Leitfadens zur Wahl des Formats noch Zweifel haben, bleibt nur noch zu sehen, wie die verschiedenen Formate nach der Verlegung wirken. Wie? Ganz einfach: mit dem Real-Konfigurator, einem 3D-Visualisierungstool, mit dem sich die Oberflächen von Lea Ceramiche in ein Wohnzimmer oder Badezimmer integrieren lassen. Dabei wird deutlich, dass das Design dieser Räume, die sich auch hinsichtlich ihrer Größe stark unterscheiden, nicht nur von der Wahl der keramischen Optik, sondern auch von der Größe des Formats wesentlich beeinflusst wird.